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Brustaufbau

Ist die Diagnose Brustkrebs gestellt, muss der Tumor operiert werden. Dies geschieht in der heutigen Zeit größtenteils Brust erhaltend. Nur noch ca. 20 % der betroffenen Patientinnen müssen sich einer Brustamputation unterziehen. Diese wird, sofern möglich, in Haut sparender Technik durchgeführt.

Trotz dieser schonenden Verfahren, besonders wenn Strahlenschäden hinzukommen, können erhebliche Deformitäten entstehen, die psychisch sehr belastend sind.

Diese Formstörungen können behoben werden. Eine amputierte Brust kann wiederhergestellt werden, wobei niemals der Anspruch erhoben wird, den natürlichen Ausgangsbefund vollständig rekonstruieren zu können. Vorzugsweise geschieht dies mit Eigengewebe, in manchen Fällen unter Zuhilfenahme eines zusätzlichen Implantates. Bei besonders günstiger Ausgangssituation kann die Brust nur mit einem Implantat neu geformt werden.

Als Eigengewebe benutzt man Haut- und Muskelgewebe von dem Rücken oder von der Bauchdecke, dort wo in den meisten Fällen kleinere oder größere Gewebeüberschüsse bereits bestehen. Mit diesem Gewebe werden Weichteildefekte der Brust ausgeglichen oder ein neuer Brusthügel geformt. Zuletzt wird der Brustwarzenvorhofkomplex durch eine Hautverpflanzung nachgebildet. Entnimmt man Gewebe vom Rücken, verbleibt eine Narbe die sich unter dem BH verstecken lässt.

Entnimmt man Gewebe von der Bauchdecke, so entsteht eine Narbe im Unterbauch, die sich durch Unterwäsche bedecken lässt. Hierbei entsteht der angenehme Nebeneffekt einer Bauchdeckenstraffung. Ein vollständiger Brustaufbau benötigt ein bis drei Operationsschritte die sich über einen Zeitrahmen von sechs bis zwölf Monate ausführen lassen.

Keine seltene Erkrankung
Schlaganfälle sind die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter.