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Das Tanztheater im Bertha-Krankenhaus
Das Bertha-Tanztheater des Klinikum Duisburg wurde 1994 von der Tanz- und Ausdruckstherapeutin Rita Maaßen gegründet. Im Laufe des 14-jährigen Bestehens wurden bis dato 16 Choreografien mit 33 Aufführungen unter der Leitung von Rita Maaßen entwickelt.
Neben alltäglichen Erfahrungen und zwischenmenschlichen Beziehungen beschäftigt sich das Ensemble mit universellen Themen, die jeden Menschen ansprechen und beschäftigen, z. B. Isolation oder die Suche nach dem eigenen Ich.
Das Ensemble verfügt über ein Repertoire inhaltlicher Elemente die zu den verschiedenen Anlässen neu zusammengesetzt und aktuell ergänzt werden.
Das Bertha-Tanztheater beeindruckte sowohl innerhalb der Fachwelt wie z. B. dem jährlichen Meersburger Kongress für Hypnose , dem Weltkongress für psychosoziale Rehabilitation in Hamburg sowie in Krakau auf einem Symposium zum Thema "Freiheit und Verantwortung" ebenso wie im Rahmen der „Duisburger Akzente“. Für diese Auftritte konnte Rita Maaßen den 2005 verstorbenen Kabarettist und Schriftsteller Hanns Dieter Hüsch, den Publizist, Autor und Arzt Prof. Dr. Horst Eberhard Richter, den Altbürgermeister Josef Krings und die Autorin Mimmi Müller als Referenten gewinnen.
Besonders erwähnenswert sind die Begegnungen mit dem „normalen Menschen“. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Tanztheaters wurde in der Stadtbücherei Duisburg und in der Automatischen-Warentransport-Anlage (kurz AWT) des Klinikum Duisburg das Stück „Geschichte der Psychiatrie“ präsentiert. Im Frühjahr 2007 zeigte das Ensemble die tänzerische Umsetzung der Skulpturen des englischen Künstlers Tony Cragg im Lehmbruck Museum. Auch zum 20. Geburtstag der Rheumatologie fand im Klinikum Duisburg eine Veranstaltung statt, in der sich das Tanztheater in seiner Choreografie künstlerisch mit den Themen Schmerz und Leid auseinander setzte.
Am Tag der offenen Tür des Klinikums im Oktober 2007 präsentierte das Tanztheater ein weiteres Mal „Geschichte der Psychiatrie“.
Zum 30-jährigen Bestehen des Klinikum Duisburg zeigte das Tanztheater im November 2007 die Choreografie „Impressionen“ im Lehmbruck Museum. Heute besteht das Bertha-Tanztheater aus ehemaligen Patientinnen in wechselnder Besetzung, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder aus einer Krisensituationen heraus im Bertha-Krankenhaus sowie der psychosomatischen Station der Wedau Klinik stationär, tagesklinisch oder ambulant behandelt wurden, sowie einigen interessierten Laien-Darstellerinnen. Für die Akustik- und Lichtinstallation ist Jochen van Ackern zuständig. Zusätzlich wird das Bertha-Tanztheater von Mitarbeitern des Klinikums sowie des Bertha-Krankenhauses unterstützt. Seit vielen Jahren werden die Auftritte des Ensembles von Ulf Dietrich fotografisch begleitet.
Nach der Entlassung aus dem Bertha-Krankenhaus fanden die Frauen im Tanztheater einen Rahmen indem sie ihre künstlerischen und emotionalen Ressourcen als Kraft leben und nach außen repräsentieren können.
Webseite des Bertha-Tanztheaters: www.bertha-tanztheater.de




