Diagnostische und Interventionelle Eingriffe bei Säuglingen und Kindern
Neben der Behandlung verschiedenster Gefäßfehlbildungen am Zentralnervensystem und der Körperperipherie ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Abteilung die Behandlung sog. V. magna Galeni-Malformationen. Diese sehr seltene Erkrankung der Blutgefäße des Gehirns resultiert aus einer embryonalen Fehlentwicklung mit der Ausbildung abnormer Kurzschlußverbindungen zwischen Arterien und Venen. Die bereits intrauterin während der Schwangerschaft zu erkennende Aufweitung der V. magna Galeni hat der extrem seltenen Erkrankung ihren Namen gegeben. Durch das Fehlen der normalerweise zwischengeschalteten Kapillaren ist das kindliche Herz einer erhöhten Flussbelastung ausgesetzt mit dem Resultat einer zunehmenden Einschränkung der Herzfunktion. Am Ende kann bei ausbleibender Behandlung Herzversagen eintreten. Zudem kann es im Rahmen dieser Hirngefäßfehlbildung zur Ausbildung eines sog. Hydrocephalus und fortschreitender Hirnfunktionsstörungen kommen.
Mit Hilfe kleinster Mikrokatheter und sog. Platinspiralen und/oder Gewebekleber können diese Kurzschlüsse zwischen Arterien und Vene verschlossen werden.




